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		<title>Mobilmachung</title>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die '''Mobilmachung''' beinhaltet Maßnahmen der Staatsführung zur Umstellung der Landesverteidigung (Übergang der [[Streitkräfte]] von Friedens- auf Kriegsstärke), der [[Wirtschaft]], des Staatsapparates und der Bevölkerung auf die Erfordernisse des [[Krieg]]es. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''Mobilmachung'' kann allgemein oder teilweise, offen oder verdeckt erfolgen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tschuikow</name></author>	</entry>

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		<title>Faschismus</title>
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&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;-&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background: #ffa; color:black; font-size: smaller;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;In &lt;/del&gt;der ersten Etappe der allgemeinen Krise des [[Kapitalismus]] entstandene reaktionäre politische Bewegung und&amp;nbsp; ideologische Strömung, die den &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Klassenintressen &lt;/del&gt;der reaktionärsten Gruppen der Monopolbourgeoisie entsprach und in einigen Ländern, z.B. Italien, Deutschland, Spanien, &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;japan &lt;/del&gt;zur Herrschaft gelangte. Als Erscheinung des besonders agressiven staatsmonopolistischen Kapitalismus ist der Faschismus die „offene terroristische Diktatur der reaktionärsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“ (Dimitroff). Er ist Ausdruck des Unvermögens des Finanzkapitals, die Volksmassen, insbesondere die revolutionäre Arbeiterbewegung, mit den bisherigen Mitteln der bürgerlich-parlamentarischen Demokratie seinen Klassenintressen unterzuordnen und seine Macht weiter aufrechtzuerhalten. Der Faschismus ist Ausdruck eines bestimmten Grades der Verschmelzung von Monopol und Staatsmacht, der Tendenz des staatsmomopolistischen Kapitalismus, alle Sphären der Gesellschaft der staatsmomopolistischen Formierung zu unterwerfen und damit die maximale Konzentration aller ökonomischen und politischen Kräfte zu erreichen. Im Klassenintresse der Monopolbourgeoisie&amp;nbsp; hat der Faschismus die Aufgabe, vor allem die Arbeiterklasse und ihre revolutionäre Kampfpartei sowie alle anderen demokratischen Kräfte &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt; &lt;/del&gt;und deren Organisationen mit blutigen Terror zu unterdrücken, die bürgerlich-parlamentarische Demokratie auszuschalten und durch eine beispiellose soziale und nationale Demagogie für das Monopolkapital&amp;nbsp; eine Massenbasis zu &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;organesieren&lt;/del&gt;. Die Ideologie des Faschismus &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt; &lt;/del&gt;deren Kern der Antikommunismus ist, stellt eine Ansammlung extrem chauvinistischer, rassistischer, irrationaler, mystizistischer und sozialdemagogischer&amp;nbsp; „Theorien“ dar. Die reaktionärsten Gruppen der Monopolbourgeoisie der verschieden Länder konnten für die Errichtung der faschistischen Diktatur die Tatsache ausnutzen , daß die demokratischen Kräfte zersplittert und uneinig waren und insbesondere die Arbeiterklasse infolge der antikommunistischen, die Aktionseinheit verhindernden Politik rechter sozialdemokratischer Führer gespalten war. In Deutschland wurde der Faschismus vom deutschen&amp;nbsp; Monopolkapital am 30.&lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;01.&lt;/del&gt;1933 an die Macht gehoben. Der deutsche Faschismus war die reaktionärste Form des Faschismus. Er brachte dem deutschen Volk die grausamste Unterdrückung, der es jemals in seiner Geschichte unterworfen war.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background: #cfc; color:black; font-size: smaller;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Der '''Faschismus''' ist eine, in &lt;/ins&gt;der ersten Etappe der allgemeinen Krise des [[Kapitalismus]] entstandene&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;, &lt;/ins&gt;reaktionäre politische Bewegung und&amp;nbsp; ideologische Strömung, die den &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Klasseninteressen &lt;/ins&gt;der reaktionärsten Gruppen der Monopolbourgeoisie entsprach und in einigen Ländern, z.B. Italien, Deutschland, Spanien, &lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Japan &lt;/ins&gt;zur Herrschaft gelangte. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Tschuikow</name></author>	</entry>

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		<title>Theorie</title>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die '''Theorie''' ist die grundlegende Form der ideellen  [[Widerspiegelung]] der objektiven Realität im Bewußtsein der Menschen, die in Gestalt eines syst¬matisch geordneten Aussagesystems als verallgemeinertes Wissen über einen Bereich der objektiven Realität oder der Erscheinungen des geistigen Lebens der Menschen existiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung von ''Theorien'' ist eine entscheidende Etappe des wissenschaftlichen Erkennens. In den ''Theorie'' werden die Struktur, die Funktion und die [[Gesetz|Gesetzmäßigkeiten]]  von Objektbereichen in verallgemeinerter, idealisierter Form widergespiegelt und exakt formuliert. ''Theorien'' sind ein entscheidender Bestandteil der  [[Wissenschaft]], sie bilden gewissermaßen ihr „Rückgrat&amp;quot;, um das sich ihre anderen Bestandteile gruppieren, wie das empirische Wissen, methodologische Elemente usw. Die ''Theorie'' über einen Objektbereich ermöglicht die Erklärung der Erscheinungen und Prozesse dieses Objektbereichs und zugleich wissenschaftliche Voraussagen, d. h.  [[Prognose]]n über noch unbekannte oder künftige Erscheinungen und Prozesse. Sie bildet damit die wichtigste Grundlage für das bewußte, zweckmäßige und zielstrebige Handeln der Menschen sowohl in der praktischen wie in der theoretischen Tätigkeit. Hierbei spielt die  [[Methode]] eine große Rolle, d. h. das System von Regeln, Anweisungen und Verfahren, welches auf der Grundlage der ''Theorie'' von theoretischen Aussagen abgeleitet wird. Jede ''Theorie'' besitzt eine bestimmte Struktur, sie besteht aus Gesetzesaussagen, Prinzipien und Aussagen über einzelne Sachverhalte, die in bestimmten Beziehungen zueinander stehen. Die ''Theorie'' ist bereits zuverlässiges, geprüftes und bestätigtes Wissen, zum Unterschied von der [[Hypothese]], welche noch nicht oder nur unzureichend bestätigt ist. Doch darf dieser Unterschied nicht verabsolutiert werden; denn erstens können Hypothesen im Fortgang des Erkennens zu ''Theorien'' werden, und zweitens enthalten entwickelte ''Theorien'' in der Regel auch hypothetische Elemente. Als Produkt der theoretischen Aneignung der objektiven Welt durch die Menschen vermittels ihrer Erkenntnistätigkeit trägt die ''Theorie'' stets logisch-abstrakten Charakter. Sie ist vermitteltes Wissen, das keinen unmittelbaren Zusammenhang mit der objektiven Realität besitzt, sondern mit dieser über das empirische Wissen, über die [[Erfahrung]] und die Sinneswahrnehmung verbunden ist. Da die theoretische Tätigkeit auf der praktischen beruht, von dieser hervorgebracht und vorangetrieben wird, ist die ''Theorie'' untrennbar mit der gesellschaftlichen [[Praxis]] verbunden. Diese ist die letzte Grundlage und Triebkraft der ''Theorie''bildung und auch das höchste Kriterium ihrer [[Wahrheit]]. ''Theorie'' und Praxis bilden eine [[Dialektik|dialektische]], widersprüchliche Einheit von Gegensätzen; ihre Wechselbeziehung ist kompliziert, oft vielfach vermittelt, weil die ''Theorie'' eine zunehmende relative Selbständigkeit gegenüber der Praxis gewinnt. Als Widerspiegelung der objektiven Realität ist die ''Theorie'' gegenständlich durch den widergespiegelten Objektbereich bestimmt; aber sie ist zugleich auch durch die jeweilige gesellschaftliche Praxis, die [[Produktivkräfte]] und Produktionsverhältnisse sowie die gesellschaftlichen Interessen (Klasseninteressen) determiniert. Deshalb ist Jede ''Theorie'' historisch bedingt und relativ. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marxismus-Leninismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''Theorie'' des [[Marxismus-Leninismus]] ist die verallgemeinerte Widerspiegelung der grundlegenden Strukturen und Gesetzmäßigkeiten der Gesellschaft. Sie ermöglicht eine wissenschaftliche Erklärung der Gesellschaft als Ganzes, der Funktion der verschiedenen Elemente des Gesellschaftssystems sowie der gesellschaftlichen Entwicklung und ermöglicht damit auch eine wissenschaftliche Prognose künftiger Entwicklungstendenzen. Die ''Theorie'' des Marxismus-Leninismus gibt der [[Arbeiterklasse]] ein wirksames Instrument zur praktischen Umgestaltung der Gesellschaft, zur Errichtung der kommunistischen Gesellschaftsformation auf wissenschaftlicher  Grundlage. Die marxistisch-leninistischen Parteien lassen sich in ihrer gesamten Tätigkeit von dem Gedanken Lenins leiten, daß es ''„ohne revolutionäre Theorie . . . auch keine revolutionäre Bewegung&amp;quot;'' geben kann. (5, S. 379) Deshalb schenken sie der weiteren Ausarbeitung der ''Theorie'' auf der Grundlage der praktischen Erfahrungen große Aufmerksamkeit. ''„Der Marxismus-Leninismus in der Einheit aller seiner Teile ist das theoretische Fundament der gesamten Tätigkeit der Partei. Nur auf der Grundlage dieser allgemeingültigen wissenschaftlichen Lehre und ihrer schöpferischen Weiterentwicklung ist es möglich den revolutionären Kampf für die Interessen der Arbeiterklasse und aller Werktätigen siegreich zu führen. Der Marxismus-Leninismus ist der zuverlässige Kompaß bei der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft und beim Übergang zum [[Kommunismus]].&amp;quot;''   (Programm   der SED, S. 66)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tschuikow</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.politisches-woerterbuch.de/index.php?title=Finanzkapital&amp;diff=1481&amp;oldid=prev</id>
		<title>Finanzkapital</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Das &amp;#39;&amp;#39;&amp;#39;Finanzkapital&amp;#39;&amp;#39;&amp;#39; ist das miteinander verwachsene und verflochtene Kapital von Industrie- und Bankmonopolen.   Das &amp;#39;&amp;#39;Finanzkapital&amp;#39;&amp;#39; ist ein wesentliches ö…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das '''Finanzkapital''' ist das miteinander verwachsene und verflochtene Kapital von Industrie- und Bankmonopolen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''Finanzkapital'' ist ein wesentliches ökonomisches Merkmal des  [[Imperialismus]]. ''„Konzentration der Produktion, daraus erwachsende Monopole, Verschmelzung oder Verwachsen der Banken mit der Industrie - das ist die Entstehungsgeschichte des Finanzkapitals und der Inhalt dieses Begriffs.&amp;quot;'' (Lenin, 22, S. 230) Unter den Bedingungen des [[staatsmonopolistischer Kapitalismus| staatsmonopolistischen Kapitalismus]] wird das ''Finanzkapital'' in immer weniger Händen konzentriert; es zieht gewaltige [[Profit]]e aus seiner Monopolstellung und aus der vom imperialistischen Staat praktizierten Umverteilung des Nationaleinkommens zugunsten der Monopole. Durch die wechselseitige Verflechtung der größten [[Monopol]]e sind   als   Machtkonzentrationen Finanzgruppen entstanden. Wichtige Finanzgruppen in der BRD sind u. a. die Gruppe Deutsche Bank/Siemens, die Gruppe Dresdner Bank/Krupp/ Degussa/Metallgesellschaft, die Gruppe der I.G. Farben-Nachfolgegesellschaften Badische Anilin- &amp;amp; Soda-Fabrik AG, Farbwerke Hoechst AG, Farbenfabriken Bayer/ Rheinstahl, die Gruppe Commerz-bank/Goldschmidt/Gerling. Das Anwachsen der Macht der Monopole führt zu wachsender politischer Reaktion. Lenin bezeichnete daher den Imperialismus als die Epoche des ''Finanzkapital'' und der Monopole, die überallhin den Drang nach Herrschaft tragen. ''„Reaktion auf der ganzen Linie, gleichviel unter welchem politischen System, äußerste Zuspitzung der Gegensätze auch auf diesem Gebiet - das ist das Ergebnis dieser Tendenzen.&amp;quot;'' (Lenin, 22, S. 302) Die Schaltzentren der Monopolbanken sind wichtige Macht- und Kontrollzentralen des ''Finanzkapital'' In ihren Gremien und denen der Konzerne sitzen die Vertreter der einzelnen Kapitalgruppen. Diesen Personenkreis (in der BRD etwa 300 Familien), der das ''Finanzkapital'' repräsentiert und die Machtfunktionen ausübt, bezeichnete Lenin als Finanzoligarchie (in der BRD z. B. Flick, Abs, Quandt, Horten). Unter den Bedingungen des staatsmonopolistischen Kapitalismus erfolgt eine enge Verflechtung der Finanzoligarchie, insbesondere des Rüstungskapitals, mit der Militärhierarchie und der Staatsbürokratie zu einem [[militärisch-industrieller Komplex|militärisch-industriellen Komplex]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tschuikow</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.politisches-woerterbuch.de/index.php?title=Natur&amp;diff=1480&amp;oldid=prev</id>
		<title>Natur</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Die &amp;#39;&amp;#39;&amp;#39;Natur&amp;#39;&amp;#39;&amp;#39; ist im weitesten Sinne die Gesamtheit aller materiellen Gegenstände, Strukturen und Prozesse in der  unendlichen  Mannigfaltigkeit ihrer Erschein…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die '''Natur''' ist im weitesten Sinne die Gesamtheit aller materiellen Gegenstände, Strukturen und Prozesse in der  unendlichen  Mannigfaltigkeit ihrer Erscheinungsformen. In dieser Bedeutung ist der Begriff ''Natur'' identisch mit den Begriffen Universum, Weltall, Materie, siehe [[objektive Realität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''Natur'' existiert ewig und unendlich in einem ständigen Entwicklungsprozeß, in dem immer neue Formen entstehen und andere vergehen. Die anorganische oder unbelebte ''Natur'' existiert in Form von Elementarteilchen und Feldern im Kosmos, in Form von Atomen, die zu Molekülen vereinigt die mannigfaltigen Stoffe bilden, aus denen die verschiedenen Sterne und Planeten bestehen. Auf bestimmten Planeten können sich Bedingungen für die Entstehung und Entwicklung des [[Leben]]s und damit der organischen oder belebten ''Natur'' bilden. So hat sich auf der Erde in einem langen Entwicklungsprozeß die belebte ''Natur'' herausgebildet, deren höchstes Produkt die menschliche Gesellschaft ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Mensch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft geht aus der Entwicklung der ''Natur'' hervor und bleibt stets Teil des ''Natur'' Zusammenhangs. Aber ihre Entstehung bedeutet den wichtigsten qualitativen Sprung in der Entwicklung der ''Natur'', denn die Gesellschaft gewinnt die Fähigkeit, die übrige ''Natur'' durch ihre [[Arbeit]] zielstrebig zu verändern und schließlich in wachsendem Maße zu beherrschen. Allerdings kann der Mensch die ''Natur'' nicht beherrschen wie der Eroberer fremdes Land, sondern nur dadurch, daß er ihre objektiven Gesetzmäßigkeiten erkennt und richtig anwendet. Mit der Entstehung und Entwicklung der menschlichen Gesellschaft bildet sich die Wechselwirkung zwischen ''Natur'' und Gesellschaft heraus, in deren Verlauf die Menschen sich die sie umgebende ''Natur'' in einem geschichtlichen Prozeß immer umfassender theoretisch und praktisch aneignen, d. h. erkennen und verändern, um sie zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse zu nutzen. In diesem Zusammenhang erhält der Begriff ''Natur'' eine engere Bedeutung im Sinne der Unterscheidung von der Gesellschaft. Unter ''Natur'' verstehen wir hier die natürlichen Existenzbedingungen der menschlichen Gesellschaft, das natürliche Milieu und die gesamte der Gesellschaft gegenüberstehende natürliche Welt. Die Aneignung dieser ''Natur'' durch die menschliche Gesellschaft vermittels [[Produktion]], [[Technik]], [[Wissenschaft]], [[Kunst]] usw. bildet den Hauptinhalt  der  [[Geschichte]] der Menschheit. In diesem Prozeß verändert die Menschheit die ''Natur'', gestaltet sie nach ihrem Willen zu einer menschlichen Welt um. Während dieser Prozeß in der [[Urgesellschaft]], der [[Sklavenhaltergesellschaft]] und im [[Feudalismus]] auf Grund der noch gering entwickelten [[Produktivkräfte]] relativ langsam vonstatten ging, beschleunigte er sich mit der Entwicklung des [[Kapitalismus]] und seiner gewaltigen Produktivkräfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Raubbau im Kapitalismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausnutzung der ''Natur''kräfte und ''Natur''reichtümer wurde dem kapitalistischen Profitstreben untergeordnet und führte zu einem hemmungslosen Raubbau an der ''Natur''. Dadurch wurden in bestimmten Gebieten der ''Natur''reichtum verwüstet und die natürlichen Existenzgrundlagen der Menschheit untergraben. Die katastrophalen Auswirkungen des kapitalistischen Raubbaus an der ''Natur'' (Bodenerosion, Wassermangel, Verschmutzung der Luft und des Wassers, Ausrottung der Tierwelt in bestimmten Gebieten u. a.) haben dazu geführt, daß die Forderung nach einem wirkungsvollen [[Umweltschutz]] in der kapitalistischen Welt immer stärker wurde und eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz der ''Natur'' eingeleitet werden mußten. Aber das kapitalistische Gesellschaftssystem verhindert eine durchgreifende Lösung dieses Problems, weil das Profitstreben hierfür unüberschreitbare Grenzen setzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutz im Sozialismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sozialistische Gesellschaft gewinnt ein prinzipiell neues Verhältnis zur ''Natur''. Sie beendet den Raubbau, der nur auf den nächsten Zweck, den Profit, gerichtet war, und beginnt zunächst, seine Auswirkungen zu beseitigen. Hiervon zeugten in der DDR z. B. die umfangreichen forst- und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen, die dazu beitrugen, die natürlichen Existenzgrundlagen unserer Gesellschaft zu verbessern. In Abhängigkeit von den ökonomischen Möglichkeiten entwickelt die sozialistische Gesellschaft ihre Eingriffe in die ''Natur'' zum Zwecke der Produktion immer mehr in der Weise, daß die ''Natur''kräfte und ''Natur''reichtümer als natürliche Grundlage der künftigen Gesellschaftsentwicklung erhalten bleiben. Das 1969 von der Volkskammer der DDR beschlossene “Gesetz über die sozialistische Landeskultur&amp;quot; enthielt ein langfristiges Programm zur Lösung dieser Aufgaben. Die DDR betrachtete den Schutz der ''Natur'' als eine erstrangige staatliche Aufgabe, weshalb ein besonderes Ministerium für Umweltschutz geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''“Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands tritt für den Schutz der natürlichen Umwelt und ihre Gestaltung im Interesse der ständigen Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Werktätigen und einer effektiven Volkswirtschaft ein. Insbesondere die Industriebetriebe, die landwirtschaftlichen   Produktionsgenossenschaften und volkseigenen Güter haben dazu einen großen Beitrag zu leisten. Die Natur als Quell des Lebens, des materiellen Reichtums, der Gesundheit und der Freude der Menschen zu erhalten, rationell, auf wissenschaftlicher Grundlage zu nutzen ist notwendig, damit sie dem gesicherten und glücklichen Leben kommender Generationen in der kommunistischen Gesellschaft dienen kann. Durch wirksame gesellschaftliche Anstrengungen zum Schutz des Bodens, zur Reinhaltung von Luft und Wasser sowie zur Verminderung des Lärms werden bessere Bedingungen für Arbeit und Freizeit geschaffen.&amp;quot;'' (Programm der SED, S. 26) siehe [[sozialistische Landeskultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tschuikow</name></author>	</entry>

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		<id>http://www.politisches-woerterbuch.de/index.php?title=Benutzer:Tschuikow&amp;diff=1479&amp;oldid=prev</id>
		<title>Benutzer:Tschuikow</title>
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				<updated>2010-08-30T19:26:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Hallo,  ich heiße Jens, bin 34 Jahre alt, wohne in Berlin, z.Z. in Sachsen und bin Softwareentwickler.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Hallo,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich heiße Jens, bin 34 Jahre alt, wohne in Berlin, z.Z. in Sachsen und bin Softwareentwickler.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tschuikow</name></author>	</entry>

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		<id>http://www.politisches-woerterbuch.de/index.php?title=Autorit%C3%A4t&amp;diff=1478&amp;oldid=prev</id>
		<title>Autorität</title>
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				<updated>2010-08-30T19:24:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Die &amp;#39;&amp;#39;&amp;#39;Autorität&amp;#39;&amp;#39;&amp;#39; ist ein allgemein anerkannter Einfluß einer Organisation, einer Gruppe oder einer Person auf be­stimmten Gebieten des gesellschaftlichen Le…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die '''Autorität''' ist ein allgemein anerkannter Einfluß einer Organisation, einer Gruppe oder einer Person auf be­stimmten Gebieten des gesellschaftlichen Lebens, der dazu führt, daß sich andere Personen in ihrer Tätig­keit und ihren Anschauungen dieser ''Autorität'' unterordnen bzw. sich an ihr orien­tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autorität in der Klassengesellschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist ''Autorität'' ein gesellschaftliches Verhältnis, welches die Einordnung der Tätigkeit der Menschen in gesellschaftliche Ziel­setzungen und Normen gewährleistet und in allen [[Gesellschaftsformation]]en wirkt. Die Vorstellungen der „Antiautoritären&amp;quot;, daß es im [[Sozia­lismus]] und [[Kommunismus]] keine ''Autorität'' und Unterordnung mehr geben dürfe, sind eine [[Anarchismus|anarchistische]] Leugnung notwendiger gesellschaftlicher Bezie­hungen, ohne die keine Gesellschaft funktionsfähig wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlagen, In­halt und gesellschaftliche Funktion der ''Autorität'' unterscheiden sich jedoch in den verschiedenen Gesellschaftsfor­mationen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  der [[Urgesellschaft]] wurde die gesellschaftliche Disziplin, die Arbeitsordnung ohne staatlichen Zwang, durch die ''„Macht der Ge­wohnheit, der [[Tradition]]en, durch die Autorität oder Achtung, die die Ältesten der Geschlechts verbände oder die Frauen genossen“'' (Lenin, 29, S. 465), aufrechterhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den auf sie folgenden antagonistischen [[Klassengesellschaft]]en - [[Sklaverei]], [[Feudalismus]], [[Kapitalismus]] - gründet sich die ''Autorität'' der [[Ausbeuterklasse]]n in erster Linie auf die Machtmittel des von ihnen beherrschten [[Staat]]es sowie auf das [[Eigentum]] an den wichtigsten [[Produktionsmittel]]n und Kommunika­tionsmitteln. Außerdem versuchen diese Klassen,  die ausgebeutete Mehrheit des [[Volk]]es durch den Miß­brauch der [[Religion]], durch Betrug, [[Demagogie]] usw. moralisch zur Unterordnung unter die gesellschaftlichen Normen zu nötigen, die die Auf­rechterhaltung der Ausbeuterordnung gewährleisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine völlig andere ''Autorität'' erwerben die [[Marxismus-Leninsmus| marxistisch-leninisti­schen]] [[Partei]]en und ihre Führer im Verlauf des Kampfes der Arbeiter­klasse um ihre Befreiung von [[Aus­beutung]] und Unterdrückung. Diese ''Autorität'' gründet sich darauf, daß einerseits die Partei die Interessen der [[Arbeiterklasse]] und aller Werktätigen er­kennt, in ihren programmatischen Zielsetzungen formuliert und einen selbstlosen Kampf um ihre Durch­setzung führt und andererseits die Werktätigen die Politik der Partei verstehen, ihre gesellschaftlichen Pflichten begreifen und bewußt am [[Klassenkampf]] unter Führung der marxistisch-leninistischen Partei teil­nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autorität im Sozialismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sozialismus gewinnt die ''Autorität'' als gesellschaftliches Verhältnis eine neue [[Qualität]]. Solange in der Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus noch Klassenantagonismen bestehen, gründet sich die ''Autorität'' der   herrschenden   Arbeiterklasse, ihrer Partei und des Staates auf das feste Bündnis mit allen werktätigen Schichten des Volkes gegen die ge­stürzten Ausbeuterklassen und auf die Machtmittel der [[Diktatur des Proletariats]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Klassenantagonismen beseitigt sind und auf der Grundlage des Bündnisses der Arbeiterklasse mit der Klasse der Genossenschaftsbauern und den an­deren werktätigen Schichten, die sich inzwischen selbst entwickelt haben, eine moralisch-politische Einheit ent­standen ist, gründet sich die ''Autorität'' der Arbeiterklasse, ihrer Partei und ihrer Repräsentanten immer mehr darauf, daß die führende Rolle der Arbeiter­klasse als entscheidende produktive, soziale und politische Kraft und ihrer Partei bei der Leitung und der weite­ren Gestaltung der entwickelten so­zialistischen Gesellschaft von allen Mitgliedern der Gesellschaft aner­kannt wird. Das findet seinen Aus­druck in der aktiven Mitwirkung aller Klassen und Schichten bei der weite­ren Gestaltung der entwickelten so­zialistischen  Gesellschaft  entspre­chend den Zielsetzungen des Pro­gramms der marxistisch-leninistischen Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''Autorität'' der Arbeiterklasse, ihrer Partei und ihrer Führer erwächst aus dem gesellschaftlichen Lebensprozeß, in dem bewußte [[Disziplin]] immer mehr zum entscheidenden Charakterzug aller Mitglieder der Gesellschaft wird. Sie wird im Verlaufe der Entwicklung durch die Erfahrungen der Werktätigen immer mehr bekräftigt und spielt eine posi­tive Rolle in der sozialistischen Ge­sellschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende ''Autorität'' der so­zialistischen Staaten in der Welt be­ruhte auf den Prinzipien der sozia­listischen [[Aussenpolitik]], deren Grund­lage der [[proletarischer Internationalismus|proletarische Internatio­nalismus]] und die Durchsetzung der [[Politik]] der [[friedliche Koexistenz|friedlichen Koexistenz]] ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sozialistische Gesellschaft wendet sich gegen jede Art von ''Autorität'', die sich auf Unterdrückung der werk­tätigen Massen durch eine ausbeu­tende Minderheit, auf Furcht, Betrug, Demagogie, veraltete Traditionen, blinden Glauben und den Kult um einzelne Personen gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tschuikow</name></author>	</entry>

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